Frida Maria Vautier -Beer, die Mutter von Pater Paul

"Immer verbunden..."

 

 

 

 

Frida Maria (Colly) Vautier -Beer,  Mutter von Pater Paul

 

 

*Geboren am 29. Januar 1907 in St. Gallen um 20:50

 

getauft am 17.02. 1907  im Dom von St. Gallen von Pfarrer Kuster

 

Paten: Bernhard Spiegelberger von St. Georgen

und Maria Haugg von Ellerbach

 Datei:St-gall-interior-cathedral.jpg

Dom in St. Gallen

Tochter von Ferdinand Beer aus Bregenz, Au, Vorarlberg, Österreich

 und der Anna Haugg von Ellerbach - Bayern

 

+ am 7.10.1955, im Alter von 48, 8, 9

 

 

wohnhaft: Bahnhofstrasse 58, Zürich

beigesetzt am 11. Oktober 1955 im Sihlfeld A,

Erdbestattung-Reihengrab Nr. 5311 im damaligen Feld 2,

d.h. rechts von Feld C

 

 

 

 

 

Paul Vautier - Beer,

der Vater von Pater Paul

 

 

*Geboren am 22. Juli 1902 in Tokio

Sohn von Vautier Paul Louis, Bürger von Montreux, Schweiz

 

 und Gladys Marguerite geborene Moss, England 

 

+ am 27.1. 1959 im Alter von 56,6.5

wohnhaft gewesen an: Theaterstrasse 10, Zürich

beigesetzt: 30.1. 1959 im Sihlfeld A, Erdbestattungs- Reihengrab Nr. 6178 im damaligen Feld 4,

d.h. rechts von Feld M

 

 

 

 Colly und Paul heirateten am

22. August 1942 in Zürich

(Colly wurde vorher, am 21. September 1933, von einem Max Emil Bleuler  geschieden.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Colly Vautier, so nannte sich Pauls Mutter.

"Sie konnte ein Kreuz mit einem Corpus nicht ertragen. Es tat ihr zu weh!"

Paul Vautier vor Ostern 2007

 

 

 

 

 

       Wohnhaus der Familie Vautier -Beer

"Meine Mutter konnte mit ihrem Lachen die ganze Umgebung anstecken!"

Paul Vautier

 

 

 

Auszug aus dem Adressbuch der Stadt Zürich vom Jahr 1952

Paul war da sieben Jahre alt.

 

                 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An dieser Strasse, nahe beim Kinderspital, wohnte die Familie Vautier nach dem Tod von Colly, der Mutter von Paul und Maya. (Vielleicht aber war auch nur das Haut coutur Geschäft hier und die Familie wohnte an der Theaterstrasse 10 bei der Grossmutter väterlicherseits).

Sie wohnten im mittleren, weissen Haus.

 

 

 

 

Wilfriedstrasse 6

(Haustüre am 2.4. 2009. Oder war es nur das Geschäft?)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                 

 

 

 

Das Haus steht

gegenüber

von

einer kleinere Kirche,

die der

Chrischonagemeinde

gehört.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben und hinter dem Haus

ist ein romantischer oder vielleicht auch melancholischer  Garten. Der Parkplatz, den man hier andeutungsweise sieht, scheint damals auch noch Garten gewesen zu sein.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich der Vater von Paul Vautier als Witwer  hier gut zurück ziehen konnte.

 

 

 

Auszug aus dem Jahr 1957

Auszug aus dem Jahr 1958

 

Recherchen über die Mutter von Pater Paul Vautier,

Frida Maria (Colly) Beer

am 9. April 2009 im Staatsarchiv St. Gallen

 

 

Wir suchten ab ihren Geburtsjahr nach den Wohnorten von der Familie!

 

Jahr

Wohnort

Beruf

1907

Familie Ferdinand Beer - Haugg

Neugasse 16

Schlosser

1908

Familie Ferdinand Beer - Haugg

Neugasse 16

Schlosser

1909

Familie Ferdinand Beer - Haugg

Neugasse 16

Schlosser

1910

Scheffelstrasse 11

Schlosser

1911

Scheffelstrasse 11

Kistenschreiner

1912

Familie

Ferdinand Beer – Haugg

Rosenbergstrasse 50 a

Kistenschreiner

1913

Familie

Ferdinand Beer – Haug

Rosenbergstrasse 50 a

Kistenschreiner

1914

Ferdinand Beer - Haugg zieht in die Lustgartenstrasse 1

 

1914

Zu Anna Beer – Haugg, jetzt wohnhaft in der oberen Felsenstrasse 4 zieht eine Frida Beer, Büroangestellte, Pater Pauls Mutter ist in diesem Jahr sieben Jahre alt, wir nehmen also an, dass diese Frida ihre Tante ist noch eine Witwe mit Namen Anna Beer – Lautenschlager (Schwiegermutter von Pater Pauls Grossmutter mütterlicherseits als Hausfrau)

Damenschneiderin

1915

Ferdinand Beer – Haugg zieht in die Rosenbergstrasse 66

 

1916

Ferdinand Beer – Haugg ist von diesem Jahr an in St. Gallen unauffindbar, also verschwunden. Gestorben? Geschieden?

 

1916

Anna Beer – Haugg

Felsenstrasse 6

Frida Beer, Büroangestellte, Felsenstrasse 6

Anna Beer – Lautenschlager, Witwe

Felsenstrasse 6

 

1917

Anna Beer – Haugg

Felsenstrasse 6

Frida Beer, Büroangestellte, Felsenstrasse 6

Anna Beer – Lautenschlager, Witwe

Felsenstrasse 6

 

1918

Anna Beer – Haugg

Felsenstrasse 6

Frida Beer, Büroangestellte, Felsenstrasse 6

Anna Beer – Lautenschlager, Witwe

Felsenstrasse 6

 

1919 - 1927

Anna Beer – Haugg

Wienerbergstrasse

Frida Beer, Büroangestellte

Wienerbergstrasse

Anna Beer – Lautenschlager, Witwe

Wienerbergstrasse

Handarbeitslehrerin

1926

Verschwindet Frida Beer, die Tante von Frida Maria Beer.

 

1927

Ab diesem Jahr sind nur noch Anna Beer – Haugg, die jetzt Handarbeitslehrerin ist und ihre Schwiegermutter Anna Beer – Lautenschlager vorhanden.

 

1928 - 1931

Ziehen beide an die Rickenstrasse 26

 

1931- 1940

Anna Beer – Haugg, die Handarbeitslehrerin und ihre Schwiegermutter Anna Beer – Lautenschlager wohnen an der Züricherstrasse 188

 

1940

Verschwindet die Schwiegermutter Anna Beer – Lautenschlager. Wahrscheinlich stirbt sie.

 

1940 -1942

Lebt Anna Beer – Haugg alleine an der Zürcherstrasse 188

Handarbeitslehrerin

Aus Zeitmangel konnten wir die weiteren Bücher nicht mehr einsehen.

Wir wissen jetzt mehr über Collys Mutter als über sie selber. Ich suche weiter…

 

 

 

Neugasse 16

Die Bäckerei ist schon über 100 Jahre alt.

 

                 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückseite des Häuserkomplexes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie war Colly?

Zeugnis von Emil Schwarz.

Er verstarb leider am 22. April 2012, verbrachte in seiner Kindheit regelmässig die Ferien bei den Vautier's an der Bahnhofstrasse 58 in Zürich.

Er berichtet: "Für mich war es als Kind ein Privileg, bei den Vautier's Ferien machen zu dürfen. Sie waren einfach eine "Nummer" grösser als meine Familie. Granny, Gladys Vautier - Moss, die Schwiegermutter von Colly, war die tonangebende Person. Sie hatte auch ihren eigenen Freundeskreis.

Colly empfing die Gäste, ihre Kunden, in ihrem Salon. Sie hatte viele Bekannte aus ihrer Zeit in Paris. Sie war auch mit Rilke bekannt und verehrte ihn.

Ich kannte Colly immer nur als fein, kränklich und schwach, sie war aber stets bestrebt, die Familienidylle aufrecht zu erhalten.

Paul war kein Vorzeigekind, er stotterte, und von da her gesehen wie ein Fehler in dieser perfekten Familie, die aber die Grösse hatte, ihn voll anzunehmen. Zweifellos stotterte Paul wegen der hohen Ansprüche, die in dieser Familie herrschten.

Es herrschte im alltäglichen Leben, einfach in allem, ein königliches Lebensgefühl. Man war Vautier, das verpflichtet, man war eben anders. Nicht hochnäsig, aber anders.

Ich wundere mich heute, als Kind natürlich nicht, wie die Familie sich bei diesem Lebenstil finanziell über Wasser halten konnte. Vielleicht war das auch die Sorge, an der Colly schlussendlich gesundheitlich zerbrach.

Ich erbte von ihr die Kanarienvögel. Ich hatte übrigens zu ihr eine besonders innige Beziehung. Sie war immer darum besorgt um das, was wir tagsüber gemeinsam machten und wusste, wo wir waren. (Vautier's hatten Angestellte im Haushalt und für's Nähen.) Wir fuhren zum Beispiel gerne im Jelmoli mit der Rolltreppe, bei Franz Carl Weber durften wir die neuen Spielsachen testen, manchmal gingen wir auch in den Zoo.

Nach dem Tod von Colly erbte meine Mutter, die auch nähte, Nähmaschienen von Colly.

Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in der Familie Vautier am Sonntag in die Kirche gegangen sind oder das wir gebetet hätten. Wohl erinnere ich mich an Buddhastatuen, die in der Wohnung herum standen.

Collys Mann, Paul Vautier, war so etwas wie Buchhalter bei Theater Corso. Der Besitzer dieses Kinos gehörte sozusagen zur Familie Vautier. Wahrscheinlich wurde er nach dem Tod vom Ehepaar Vautier auch der gesetzliche Vertreter der Kinder. Seger oder so ähnlich hiess er.

In der Familie wurde am meisten Englisch gesprochen, Schriftdeutsch und Dialekt aber auch.

Wenn ich ein Buch schreibe über Colly müsste es den Titel haben "Den Alltag inszenieren". Es kam mir jedenfalls in meiner Kindheit so vor, als ob Colly ständig da dran ist."

 

 

 

 

Den einzige Neffe von Pater Paul finden Sie unter:

http://www.ewigiliebi.ch/sites/show/bios/schmidmeister.html

 

http://www.maerchenbuehne.ch/maerchen-urmel/

 

http://niederdorfoper.jimdo.com/ensemble/kreativ-team/simon-schmidmeister/

http://videoportal.sf.tv/video?id=ebb4b7a6-70cf-4df0-a861-0fd2c3e3bbf4&referrer=http%3A%2F%2Fwww.sf.tv%2Fsendungen%2Fglanzundgloria%2Findex.php%3Fdocid%3D20090825

 

"...himmelwärts!"

Nach oben